Der Grenzlandring - Seite 4: Anmerkungen


Anmerkungen:

[1] Manfred Groß (u.a.): Der Westwall. Vom Denkmalwert des Unerfreulichen (= Führer zu archäologischen Denkmälern des Rheinlandes, Nr. 2). 2 Bde., Köln 1998.

[2] Hans Vogt: Seidene Kugel und Fliegende Kiste. Eine Geschichte der Luftfahrt in Krefeld und am Niederrhein. Krefeld 1993, S. 254–260. – Ein Förderverein kümmert sich um Erforschung, Aufarbeitung und Pflege des Geländes (www.fliegerhorst-venlo.net) und regte 2004 auch eine Untersuchung zum Denkmalwert durch die Ämter für Denkmalpflege und Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland an.

[3] Für einen Teil des ehem. Flugplatzes Wildenrath (heute Gewerbegebiet) hat das Rheinische Amt für Denkmalpflege in den 1990er Jahren eine Unterschutzstellung angeregt, die jedoch nicht umgesetzt wurde. In Brüggen-Bracht wurden hingegen 1999 Überreste (Unterkünfte, Kirche) des Third Base Ammunition Depots, des zeitweilig größten Munitionslagers Westeuropas, in die Denkmalliste eingetragen. – Zur zivilen und militärischen Luftfahrtgeschichte der Region vgl. a. Vogt (wie Anm. 2).

[4] Faltblatt zur Ausstellung „Der Grenzlandring 1948–1952, Grenzlandring-Revival 1999“, Wegberg 25.08.–10.09.1999, o.S., unter Verwendung von Textpassagen von Heinz Cohnen (1996) und Gerhard Evertz (1957). - Es existieren mehrere Varianten dieser Geschichte, unter denen diejenige interessant ist, die Manfred Starck 1973 in einem Zeitungsinterview erzählte, wonach Marcus nicht allein, sondern gemeinsam mit Vorster, Friedrich Dilthey und einem englischen Kommandanten unterwegs gewesen sein soll. Vgl. Schmitz / Pietsch (wie Anm. 5), S. 7f.

[5] Jochen Pothmann: Wegberg zwischen 1936 und 1946. Hrsg.: Historischer Verein Wegberg. Wegberg 1995, S.21. Leider hat der 2003 verstorbene Pothmann die Dokumente, aus denen er in seinem Buch zitiert, nicht mit Quellenangaben belegt. Dietmar P. Schmitz, Historischer Verein Wegberg, verdanke ich den Hinweis, dass diese sich im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Außenstelle Kalkum, im Konvolut Umlegungsverfahren W146 befinden. S.a.: Dietmar P. Schmitz / Folkmar Pietsch: Der Grenzlandring, “die Avus” des Westens 1948-1952, Wegberg 2005, S. 9f.

[6] Dorothee Hochstetter: Das Nationalsozialistische Kraftfahr-Korps (NSKK) 1933–1939. Technik und Motorsport in Ideologie und Praxis des Nationalsozialismus. Magisterarbeit Universität Augsburg, Lehrstuhl f. Neuere u. Neueste Geschichte 1996, S. 33.

[7] Stadtarchiv Viersen, Sü 1110. - S.a. http://www.soetele.de/images/epost/conradschmitz/motocross/motocross.html

[8] NSKK-Motorportschule Rheindahlen. Die Einweihung durch den Korpsführer. In: Deutsche Kraftfahrt 6, 1938, H.4, S. 25–28; Presseausschnittsammlung zur NSKK-Schule Rheindahlen (Westdeutsche Zeitung 1938), frdl. z. Verfügung gestellt v. Michael Walter, Rheindahlen. – Die Gebäude an der Erkelenzer Straße sind erhalten und werden heute militärisch und gewerblich genutzt.

[9] Viktor Klemperer: Lingua Tertii Imperii. Notizbuch eines Philologen. Leipzig 21993, S. 10, zit. n. Hochstetter (wie Anm. 6), S. 3. – Zur politischen Einordnung der “Silberpfeile”: Eberhard Reuß: Hitlers Rennschlachten. Die Silberpfeile unterm Hakenkreuz, Berlin 2006; Chris Nixon: Racing the Silver Arrows. London 1986, S. 152–171, außerdem aus medientheoretischer Sicht: Uwe Day: Silberpfeil und Hakenkreuz. Autorennsport im Nationalsozialismus. Berlin 2005.

[10] Pothmann nennt als Vergleichsbeispiele zwar den Bergring bei Teterow und den Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal, jedoch existierten beide schon vor Einrichtung der jeweiligen NSKK-Schule (ersterer ist außerdem eine Natur-Grasbahnstrecke nur für Motorräder).

[11] Zugespitzt formuliert, steht am Anfang der später so erfolg- und folgenreichen Autobahnen dieses für den Taunus entwickelte und in Berlin verwirklichte rennstreckentaugliche Konzept einer mit anderen Verkehrswegen kreuzungsfreien Straße mit getrennten Richtungsfahrbahnen. Vgl.: Entwurf einer Automobil-Verkehrs- und Übungsstrasse im Taunus. Wiesbaden 1908. 

[12] Zum heute weitgehend unbekannten Deutschlandring-Projekt vgl.: Autocar 25.08.1939, S. 318 sowie www.deutschlandring.de.

[13] Westdeutsche Zeitung 10.03.1938.

[14] Vgl. Pothmann (wie Anm. 5), S. 26. – Schmitz / Pietsch (wie Anm. 5).

[15] Josef Lennartz: Paul Rüttchen. In: Heimatkalender des Kreises Heinsberg 1983, S. 140–146. – Harley-Davidson Racing History in Germany: http://www.harleysons.de/racingermany.htm.

[16] Jürgen Klosa: Paul Heinemann – der „Carracciola“ aus Geilenkirchen. In: Heimatkalender des Kreises Heinsberg 2001, S. 199–203.

[17] Thomas Trapp: Neander. Ernst Neumann-Neander und seine Fahrmaschinen. Königswinter 2002.

[18] Hans-Karl Rouette: Textilbarone. Industrielle (R)Evolution in der Mönchengladbacher Textil- und Bekleidungsgeschichte. Dülmen 1996, S. 142f. und S. 521f. – Günter Erckens: Der Marienplatz und seine Umgebung. Ein Beitrag zur Rheydter Orts- und Familiengeschichte. Mönchengladbach 1975, S. 235f. u. 251–254. – 100 Jahre Seide C.C. Bang. Festschrift, Düsseldorf 1950.

[19] Gespräch mit Ruth Vorster (geb. Lommel) am 24.10.2003; www.kinosessel.de/lommel. Ruth Lommel (geb. 1918) stammt aus einer Breslauer Künstlerfamilie; ihr Vater Ludwig Manfred war ebenso Schauspieler wie heute noch ihr jüngerer Bruder Ulli. Über ihren Bruder Hans-Joachim, der in den 1930er Jahren Motorradrennen fuhr, lernte sie Vorster kennen.

[20] Gabi Valentin: Meine Ehe mit dem Boss. Bergisch Gladbach 1975. Vorster heißt in dem Roman „Franz-Otto Boese“.

[21] Hierzu jüngst: Hans-Peter Schwanke: Haus Heusgen in Krefeld – ein bislang unbeachteter Bau Ludwig Mies van der Rohes. In: Denkmalpflege im Rheinland 20, 2003, S. 177–180.

[22] Julius Niederwöhrmeier: Das Lebenswerk des Düsseldorfer Architekten Bernhard Pfau 1902–1989. Stuttgart 1997 (Diss. Darmstadt 1996). – Method. insbesondere im Hinblick auf die Analyse der Bauherren-Verflechtungen vorbildlich: Christoph Heuter: Emil Fahrenkamp 1885–1966. Architekt im rheinisch-westfälischen Industriegebiet (= Arbeitsheft der rheinischen Denkmalpflege, 59). Petersberg 2002.

[23] Berlin, Stiftung Archiv der Akademie der Künste, Abt. Baukunst, BPA-12-130 bis -137 und -170 bis -175. – Zum Zeitpunkt der Einsichtnahme im November 2003 war der Nachlass wegen laufender Katalogisierungsarbeiten nur bedingt benutzbar. Siehe auch: Niederwöhrmeier (wie Anm. 22), S. 377 u. 385.

[24] Niederwöhrmeier (wie Anm. 22), S. 150–157. – Ebenfalls gut erhalten und in die Denkmalliste eingetragen sind die beiden Wohnhäuser Pfaus für Walter Kaiser in Viersen, Burgstr. 4 und 6. Ebd., S. 46–63 u. S. 401.

[25] Reinald Schumann: Motorsport in Deutschland 1945–1955. Vom Eigenbau zum Silberpfeil. Stuttgart 1992. – ‚uechtel’: Early post-war German F2, F Libre and sports cars – Phoenix from the flames: http://8w.forix.com/df2-intro.html. – Zum Aachener Waldrennen 1948/49 verdankt der Verfasser viele Informationen Herrn Christian Jungbecker (Aachen), dem Sohn des Initiators und Mäzens dieser Rennen und Inhabers der Nadelfabrik Jos. Zimmermann, José Jungbecker.

[26] Offizielle Deutsche Meisterschaften gab es erst wieder ab 1948.

[27] Curt Delfosse (1912–1998) war ein Sohn des Kölner Automobil- und Flugzeug-Pioniers Arthur Delfosse, der u.a. in den 1920er Jahren in den heutigen (denkmalgeschützten) Rheinland-Hallen in Köln-Ehrenfeld Automobile der Marke Helios produzierte. An der TH Stuttgart examinierter Ingenieur, betrieb Curt Delfosse im Düsseldorfer Hafen eine Werft, wo er neben VW-betriebenen Booten auch kleine Rennwagen und Karosserien für sich selbst und Kunden baute. Anfang der 1950er Jahre wanderte er nach Argentinien und später nach Kalifornien aus, wo er u.a. weiterhin Rennwagen konstruierte und auch selbst einsetzte. Vgl.: http://forums.atlasf1.com/showthread.php?threadid=63676.

[28] Der Stromlinienwagen Vorsters ging anschließend in die Hände von Günter Nonninger aus Lobberich über, der mit ihm noch bei einigen Meisterschaftsläufen 1950 und 1951 startete. Nonninger (geb. 1923) lebt heute in Leuth (Stadt Nettetal) und ist dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege seit vielen Jahren als unermüdlicher Streiter für Heimatgeschichte und Denkmalpflege eng vertraut. So geht die Ausweisung des Leuther Ortskerns als Denkmalbereich ganz wesentlich auf seine Anregung zurück. Der Verfasser dankt Günter Nonninger für die großzügige Überlassung von Material und Geschichten aus seinen Motorsportjahren.

[29] 50 Jahre Rheydter Club für Motorsport 1948–1998. o.O. / o.J. (Festbroschüre, frdl. überlassen v. Franz Holten, Geschäftsführer d. RCM).

[30] Ulrich Schlie: Carl Marcus (1911–1989) und das Jahnke-Büro im Fadenkreuz anglo-amerikanischer Dienste im Zweiten Weltkrieg. In: Diplomaten und Agenten. Nachrichtendienste in der Geschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Hrsg.: Reinhard R. Doerries. Heidelberg 2001, S. 85–111. – Zu den Wiederaufbauplanungen Leitls: Johannes Busmann: Die revidierte Moderne. Der Architekt Alfons Leitl 1909–1975. Wuppertal 1995, S. 70–85.

[31] Zum Team um Vorster zählte z.B. auch der damalige Landrat des Kreises Erkelenz und Landtagsabgeordnete Josef Rick, der auch als Buchautor und Journalist arbeitete und dem zumindest die Mitwirkung bei der Ausgestaltung einer solchen Geschichte durchaus zugetraut werden kann. Vgl.: Hans Plum: Josef Rick (1912–2001). In: Heimatkalender des Kreises Heinsberg, 2003, S. 177f.

[32] Lutz Breuning: Grenzlandring heute und morgen. In: Niederrheinisches Jahrbuch 2, 1949, S. 70–73, Zitat S. 71.

[33] „Man hatte einen Riesen-Propaganda-Apparat in Bewegung gesetzt und man muß es den geschäftstüchtigen Rheinländern schon lassen: sie verstehen es ganz ausgezeichnet, die Werbetrommel zu rühren. Ob sie dabei nicht etwas des Guten zuviel getan haben (…), diese Entscheidung möchten wir den leitenden Herren selbst überlassen.“ ADAC Motorwelt 1, 1948, H. 3/4, S.18.

[34] Josef Rick: Der Grenzlandring ist eine ganz tolle Sache. In: Die neue Post 18.09.1948.

[35] Vgl. z.B. versch. Dokumente in: Stadtarchiv Wegberg, Bestand Grenzlandring, 06-060. Das Wegberger Stadtarchiv bewahrt eine umfangreiche Sammlung zur Geschichte des Grenzlandrings.

[36] Auch in den folgenden Jahren wurde gerne lautstark mit besonderen Attraktionen wie z.B. dem ersten Nachkriegsduell der weiterhin aktiven Hans Stuck und Hermann Lang (1949) oder einem Start der Mercedes 300 SL-Sportwagen (1952) geworben – beide Male platzte das angekündigte Ereignis.

[37] Carl Staudt (1890–1968) ist als Architekt der Opel-Garage in Düsseldorf-Flingern bekannt (1928–30). Später leitete er u.a. die Errichtung der Rösler-Siedlung in Waldniel, heute eine der am besten erhaltenen Siedlungen der dreißiger Jahre im Rheinland, und den Umbau der Viersener Festhalle (1939). Frdl. Hinweis Dr. Thomas Goege, Rheinisches Amt f. Denkmalpflege, u. Archiv des Vf.

[38] Niederwöhrmeier (wie Anm. 22), S. 380; Berlin, Stiftung Archiv der Akademie der Künste, Abt. Baukunst, BPA-12-159. – Pfaus Mitarbeit dürfte sich aber auf eine technische Beratung beschränkt haben.

[39] Was in dieser undifferenzierten Absolutheit nicht stimmte; schnellste Flach-Rennstrecke (d.h. ohne Steilkurven) kam der Wirklichkeit schon näher. 1950 unternahm der Franzose José Meiffret auf dem Grenzlandring erfolgreich Weltrekordversuche über die Distanz von 1 Stunde mit dem Fahrrad. Vgl. Froitzheim (wie Anm. 14), o. S.

[40] Günther Molter: Schnelle Automobile in Seide. In: Das Auto 4, 1949, H.4, S. 16.

[41] Nur zwei Beispiele: 1949 konnten die Zuschauer am Grenzlandring zum ersten Mal in Deutschland einen Ferrari am Start eines Autorennens erleben, gefahren von dem Holländer Hermann Roosdorp; 1948 nahm mit dem französischen Sportoffizier “Armand Philippe” lediglich ein Ausländer an den Auto-Rennen teil, 1952 bestritten Fahrer aus acht Nationen das Rennen der Formel 3, darunter der spätere vierfache Vize-Weltmeister der Formel 1, Stirling Moss aus England.

[42] Die improvisierte AVUS. In: Allgemeine Zeitung Mainz 24.09.1948.

[43] StA Wegberg 06-046, 06-084 u.a. mit Berichten über entsprechende Versuche auf dem nahe gelegenen Flugplatz in Wildenrath.

[44] In den Stadtarchiven von Wegberg und Mönchengladbach (dort Nr. 14/63) hat sich umfangreicher Schriftverkehr zu den anschließenden Gerichts- und Versicherungsverfahren und zu den Bemühungen der Veranstalter um weitere Genehmigung ihrer Rennen erhalten.

[45] Der Rheydter Club für Motorsport veranstaltet heute jährlich ein “Grenzlandrennen” auf dem Nürburgring, als Teil des auf der Nordschleife ausgetragenen Langstreckenpokals.

[46] Nicht der im Programmheft genannte AFM, sondern ein Reif-Meteor.

[47] StA Mönchengladbach 14/63.

[48] Westdeutsche Zeitung 20.09.1953.

[49] Vgl. z.B.: http://forums.atlasf1.com/showthread.php?threadid=35391; http://8w.forix.com/6thgear/grenzlandring.html.

[50] Frdl. Mitteilung v. Dr. Lutz-Henning Meyer, Rheinisches Amt f. Denkmalpflege. Wegen der genannten Veränderungen wurde dieser Gedanke aber nicht weiter verfolgt.

[51] Frdl. Mitteilung v. Dr. Ulrich Kerkhoff, Landesamt f. Denkmalpflege Rheinland-Pfalz.

[52] Frdl. Mitteilung v. Dr. Ulrike Plate, Landesamt f. Denkmalpflege Baden-Württemberg.

[53] Zu Brooklands vgl: Classic & Sports Car, 2003, H.1, S. 6 u. 10; zu Monza: http://www.monzasopraelevata.it; zu Monthléry: http://www.foundationoborn.org/foundation/index.html; zu Sitges: http://forums.atlasf1.com/showthread.php?threadid=6160. – Ein weiteres Steilkurven-Autodrom der 1920er Jahre in Miramas (Frankreich) ist hingegen saniert und teilweise in eine Autoteststrecke eingebunden worden.

[54] Interview-Zitat aus: Reichsautobahn. Ein Film von Hartmut Bitomsky. (1985).

Dank an: Stadtarchiv Wegberg (Thomas Düren), Stadtarchiv Mönchengladbach (Gerd Lamers), Historischer Verein Wegberg, Günter Nonninger, Edwin Pinzek, Ruth Vorster, Michael Walter (+) sowie members@MCR u. members@TNF

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